Besuch beim Tierarzt
 

KASTRATIONSAKTIONEN

Die Kernaufgabe unseres Projektes ist das Fangen und Kastrieren herrenloser Streuner aus dem Halterner Stadtgebiet. Es handelt sich bei diesen Tieren vorrangig um verwilderte Hauskatzen und deren Nachkommen. Die Tiere vermehren sich aber nicht nur untereinander; auch unkastrierte Freigänger sind an der Vermehrung beteiligt, bspw. indem ein unkastrierter, freigehender Hauskater mehrere wildlebende Kätzinnen schwängert und diese jeweils mehrere Kitten werfen. Es ist daher nicht nur wichtig seine Freigänger kastrieren zu lassen, sondern mittlerweile sind auch regelmässige Kastrationsaktionen nötig geworden um die Population von freilebenden, streunenden, verwilderten Katzen einzudämmen bzw. langfristig zu verringern.


Meist melden sich die Bürger bei uns, wenn über einen längeren Zeitraum ein Einzeltier oder auch eine ganze Population augenscheinlich herrenloser Katzen innerhalb Halterns gesichtet wird. Wir kommen dann zu einer Ortsbegehung um uns einen Überblick zu verschaffen und versuchen zu ergründen, ob es sich tatsächlich um herrenlose, verwilderte Tiere handeln könnte. Gerade bei einer hohen Anzahl an Katzen, die zudem noch in schlechter Verfassung sind, liegt dies nahe.


Wir fangen die Tiere mittels automatischen oder manuellen Lebendfallen. Danach werden sie schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht, der sie zunächst auf eine Kennzeichnung (Tätowierung und/oder Microchip) hin überprüft. Haben die Tiere keine Kennzeichnung und kann somit kein Eigentümer festgestellt werden, unterliegen sie -laut kommunaler Verordnung- nicht dem Fundrecht und dürfen vom Finder (also uns) verwahrt und auch kastriert werden. Wir lassen unsere Streuner neben der Kastration auch immer medizinisch grundversorgen, entwurmen und entflohen.

Nach der Genesung setzen wir sie zurück an die Fangstelle wo sie im besten Fall an einer Futterstelle weiter betreut werden. 


Warum wir die Katzen wieder zurücksetzen und nicht, wie ein Tierheim es tut, unterbringen und ihnen ein neues Zuhause suchen?  Weil diese verwilderten Streunerkatzen in den meisten Fällen nichts mit einer zahmen und ruhigen Hauskatze gemein haben, sondern sehr menschenscheu, ängstlich und eben auch wild sind. Wir vergleichen einen ausgemachten Streuner, der draussen geboren und aufgewachsen ist, im Verhalten gern mit Tieren, die tatsächlich wild sind und ohne menschliche Bindung leben. 

 
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