Katze und Lebensmittel
 

FUTTERSTELLEN

Wir betreuen an unseren Futterstellen Katzen, die durch Aussetzen oder Abhandenkommen verwildert sind oder die Nachkommen dieser verwilderten Tiere. Meist sind es eben diese Katzen, die vorher in Kastrationsaktionen eingefangen und kastriert wurden. Das Zufüttern ist nötig, da die Katzen sich autark kaum selbst dauerhaft versorgen können.

Jeder, der schon einmal gesehen hat, wie eine Population von Streunern (ehemalige Hauskatze!) ohne menschliche Zuwendung aussieht, wird verstehen, dass die Tiere eigenständig nicht überleben können. Sie schaffen es einfach nicht. Sie magern bis auf die Knochen ab, können keine Widerstandskräfte aufbauen, werden krank und sterben oft an Infektionen mit der eine gesunde Katze mit intaktem Immunsystem spielend umgehen könnte. Und es dauert, bis diese Tiere sterben. Der Todeskampf ist oft lang und qualvoll. Sie wandeln herum wie Zombies; mehr tot als lebendig und fristen ein elendes Dasein bis sie endlich sterben dürfen! Ein Indiz dafür, dass „die Natur eben nicht alles von allein regelt“, wie man oft hört. 


Den freilebenden Katzen fehlt es draußen an vielem. Vor allem aber an Nahrung. Natürlich erbeuten sie hie und da auch etwas. Der eine mit Geschick vielleicht sogar mehr als die anderen. Aber wie man in der Wildnis (über)lebt, weiß eine (auch ehemalige) Hauskatze ebenso wenig wie ein Haushund. Daher brauchen sie unsere Unterstützung.

Entstanden ist auch unser kleines Projekt Anfang 2015 durch die Übernahme mehrerer Futterstellen im Halterner Stadtgebiet. Mehr als 10 Katzen waren damals an zwei Futterstellen angestammt. Die Tiere waren bereits kastriert worden, waren zum Vermitteln in ein Zuhause jedoch bereits zu scheu und verwildert. Also wurden sie nach der Kastration wieder rückgesetzt und betreute Futterstellen eingerichtet. Seitdem werden sie jeden Tag mit Nass- und Trockenfutter unterstützt. So stellen wir sicher, dass sie gesund und fit bleiben, um dem Leben draußen ohne Probleme standhalten zu können. In regelmäßigen Abständen werden unsere Stellen mittels einer Wildkamera über mehrere Tage hinweg kontrolliert, um zu überprüfen, ob sich Neuzugänge an den Futterstellen eingefunden haben oder ob angestammte Tiere fehlen. Anhand dieser Daten können wir auch die auszugebende Futtermenge regulieren. Denn je mehr/weniger Tiere zum Fressen kommen, umso mehr/weniger Futter wird gegeben. 


Abhängig vom Wetter ändert sich auch die Art des Futters. Im Sommer haben Fliegen, Schnecken und andere Insekten besonders am Nassfutter grosses Interesse und legen Eier darin ab. Um solche Verunreinigungen zu vermeiden, wird bei heißem Wetter bevorzugt Trockenfutter ausgegeben. 

Futterstellen sind also mit viel Aufwand verbunden und werden verantwortungsvoll und vorausschauend geführt. Es ist also weitaus mehr als „Futter in die Natur schütten“. ;-)

 
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