Katze, die aus Fenster heraus anstarrt
 

FANG- UND KASTRATIONSAKTION:

ABLAUF - DAUER - FINANZIERUNG

Ihr braucht in Haltern am See Hilfe bei einer Fang- und Kastrationsaktion? Wir sind die Profi´s! Hier findet ihr alle wichtigen Informationen!


Ortsbegehung

Wir starten jede Aktion mit einer Begehung bei euch vor Ort um uns einen ersten Überblick über die Situation zu verschaffen. Hierbei können wir einschätzen, in welchem Maßstab sich die jeweilige Aktion bewegt. In einem ausführlichen Beratungsgespräch mit euch können dann auch alle offenen Fragen geklärt werden. Grundsätzlich kann eine Aktion starten, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Die Aktion soll innerhalb Haltern stattfinden, ihr steht hinter der Aktion und möchtet, dass wir sie durchführen, die zu fangenden Tiere sind Streuner und keine Privatkatzen, die Aktion darf von uns auf Privatgrund durchgeführt werden und es stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Was unbedingt zu beachten ist: Da unsere Aktionen sehr stark nachgefragt sind, müssen wir immer einen festen Zeitrahmen zur Durchführung ansetzen. Wir können also nicht beliebig lang bei euch bleiben und fangen. Daher ist es super wichtig, dass alle gut zusammenarbeiten um schnell gute Ergebnisse zu erzielen!

Finanzierung & Kosten

Alle unsere Aktionen finanzieren wir per „Crowdfunding“; das bedeutet, wir sammeln zur Realisierung jedes Projektes separat Spenden über die sozialen Netzwerke. Denn eine Förderung aus öffentlicher Hand gibt es nicht. Wir sind ein Privatprojekt und bekommen auch bei der Bundestierärztekammer keine Leistungsberechnung wie ein Tierschutzverein. Wir zahlen reguläre Preise, die allerdings bei unserem Projekt-Tierarzt sehr tierschutzfreundlich sind. Wir rechnen für jede Aktion mit durchschnittlichen Kosten von 100,- Euro pro Tier (Kater im Normalfall 90,- Euro, Katzen 110,-Euro). Hierin ist nicht nur die Kastration beinhaltet, sondern zusätzlich: Die Narkose incl. angewendeter Medikamente, eine eingängige Komplettuntersuchung des Tieres, das Ablesen eines ggf. vorhandenen Micochips, das Setzen einer Ohrmarkierung, eine Wurmkur, eine Flohkur und ein Antibiotikadepot für mehrere Tage. Zusatzkosten für weitere Behandlungen können entstehen und sind gerade bei Streunern leider oft Gang und Gäbe. Daher ist der von uns errechnete Durchschnittswert auch nur ein Richtwert. Weitere Kosten die für jedes Tier anfallen: Aufnahme und Versorgung der Katze in unserer Pflegestation VOR UND NACH der Kastration mit zwei Mahlzeiten und mindestens einem Wechsel der Toiletteneinstreu und der Bettwäsche täglich, nach Auszug der Katze komplette Reinigung und Desinfektion der Unterbringung, Waschmittel für die schmutzige Bettwäsche und Entsorgungskosten der Streu und der Futterverpackungen über den Baubetriebshof Haltern am See.

Fallen stellen

Im Normal- bzw. besten Fall helft ihr uns beim Aufstellen und Prüfen der Katzenfallen. Dies ist für uns eine sehr große Hilfe, denn die Fallen müssen in regelmäßigen Abständen gecheckt werden und für euch ist das vor Ort schneller selbst zu erledigen, als für uns, die alle paar Stunden zum Fangort kommen müssten. Eine genaue Einweisung in die Handhabung der automatisch auslösenden Fallen bekommt ihr von uns natürlich und wir sind bei Fragen für euch auch jederzeit telefonisch erreichbar. Ist eine Katze in der Falle, ruft ihr an und wir kommen sofort um das Tier abzuholen und in die Pflegestation zu transportieren. Da alle Beteiligten die Aktion zeitlich auch mit ihren privaten Terminen vereinbaren müssen, machen wir mit euch täglich neue Zeitfenster aus, innerhalb derer die Fallen scharf gestellt werden und wir die Tiere sofort abholen können. Denn die gefangenen Katzen für längere Zeit (oder gar über Nacht) in der Falle zu belassen, ist aus Tierschutzsicht abzulehnen, da dies für die Tiere nicht nur vermeidbaren Stress bedeutet, sondern es im Sommer zu Hitzestau und im Winter zu Erfrierungen kommen kann! Gefangen wird also nur dann, wenn IHR Zeit habt um die Fallen zu prüfen und WIR Zeit haben um sofort zur Übernahme der Tiere zu kommen.

Unterbringung

Wir verfügen über eine tierschutzgerecht ausgestattete Pflegestation, in der unsere gefangenen Schützlinge vor und nach der Kastration warm und trocken unterkommen und von uns versorgt werden können. Es stehen großzügige Boxen für bis zu 5 Tiere gleichzeitig zur Verfügung, wobei jede separat mit einer bequemen Schlafbox, einer Katzentoilette und einem Wasser- und Futternapf ausgestattet ist. In der Station können die Katzen nach dem anstrengenden Fangprocerede zur Ruhe kommen und sich auf die OP vorbereiten. Nach der Kastration haben die Tiere in den Boxen die Möglichkeit, sich in Ruhe auszuschlafen, bis sie wieder fit sind. Auch verletzte Tiere oder solche, die aus anderen krankheitsbedingten Gründen länger in der Pflegestation bleiben müssen, können dort problemlos einige Tage verbringen, denn ausreichend Platz um sich in der Box zu bewegen, ist vorhanden. Wir reservieren unser „Katzenkrankenhaus“ für die Dauer eurer Aktion komplett für die bei euch gefangenen Tiere und behalten sie so lange, bis alle wieder vollkommen gesund sind!

Kastration

Wir versuchen, die Kastrationstermine so nah wie möglich an die Fangtermine zu legen, damit die Katzen in der Pflegeunterbringung nicht unnötig lang auf ihren OP-Termin warten müssen. Da wir bei unserem Tierarzt jedoch nur als normaler Patientenbesitzer gelistet sind, werden wir bei der Terminvergabe nicht bevorzugt. Es kann daher vorkommen, dass nicht unmittelbar nach dem Einfangen ein Kastrationstermin frei ist. Wartezeiten von einigen Tagen sind daher durchaus einzuplanen. Allerdings ist dies kein Problem, denn wir fangen immer nur so viele Katzen wie gerade Plätze in der Pflegeunterbringung frei sind. Zudem bietet eine kurze Wartezeit den Katzen die Möglichkeit, sich vom Fangstress zu erholen und uns, die Tiere zu beobachten und einzuschätzen. Ist der Tag der Kastration da, bringen wir die Katzen frühmorgens in die Praxis und holen sie nachmittags, wenn sie wach sind, wieder zurück in die Pflegeunterbringung, wo sie vollständig aufwachen und weiterhin beobachtet werden können.

Rücksetzen

Für uns gehört es zum progressiven Tierschutz, unsere Schützlinge nach der (oft sehr anstrengenden) Operation ein paar Tage ausschlafen zu lassen. Das sofortige Rücksetzen nach der Kastration lehnen wir strikt ab! Zu groß ist die Gefahr, dass sich die frische OP-Narbe öffnet, aufgeknabbert wird oder sich durch Schmutz entzündet und das Tier daran qualvoll verendet. Zudem brauchen die meisten Katzen eine gewisse Zeit um vollständig aus der Narkose zu kommen. Viele von ihnen haben zusätzlich Probleme mit der Verdauung. Hier drohen Verstopfungen, die zunächst gelöst werden müssen. All dies bewegt uns dazu, kastrierte Kater mindestens 3 Tage, kastrierte Katzen mindestens 5 Tage nach der OP festzusetzen und sie erst dann zu euch zurück zu bringen, wenn wir das Gefühl haben, dass sie wirklich wieder fit sind.


Trächtige Katzen / Katzenkinder / Verletzte Tiere

Grundsätzlich werden die gefangenen Katzen nach der Kastration wieder zum Fangort zurückgebracht. Denn die meisten von ihnen sind extrem menschenscheu und ängstlich; für sie ist ein Leben in gewohnter Umgebung (am besten an einer dauerhaft betreuten Futterstelle) die bessere Wahl als in einem Tierheim als unvermittelbar ihr Leben zu fristen. Es kommt aber auch vor, dass wir Katzen fangen, die nicht nach ein paar Tagen kastriert werden und wieder zu euch zurückkehren können: Schwangere Katzen, sehr junge und zutrauliche Tiere, kleine Katzenkinder oder verletzte oder auch behinderte Tiere. Diese Schützlinge werden von uns oder unseren Kollegen der umliegenden Tierheime, Tierschutzvereine und Gnadenhöfe aufgenommen und untergebracht. Im besten Fall lässt sich für sie ein neues Zuhause finden - zurück auf die Straße müssen diese Tiere nicht mehr! Dies funktioniert natürlich nur, wenn die Katzen sich einigermaßen händeln lassen.

 
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